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Kleines Lebenszeichen

Hallo in die Runde! Ich wollte eigentlich passend zum plastikfreien Juli mal wieder was von mir hören lassen, aber in diesem Jahr steht mir der Kopf ganz woanders. Ich habe die letzten Monate in einer ganzen Reihe von Krankenhäusern verbracht – nicht als Patient, sondern als Besucher. Irgendwie scheint in 2015 der Wurm drin zu sein. Was mir da aufgefallen ist in Sachen Plastikverbrauch hat mir ganz und gar nicht gefallen, aber manchmal kann man nichts tun, sondern muss die Situation so hinnehmen, wie sie ist. Witzigerweise haben gleich zwei der Patienten, die ich besucht habe, das direkt angesprochen, ohne dass ich etwas gesagt hätte. Sie kennen mich einfach schon so gut, dass ich sie im Alltag ebenfalls sensibilisiert habe, ein bisschen weniger zu verbrauchen. Ein paar Beispiele? Gerne: Hier in Düsseldorf werden im Uniklinikum einzelne Brotscheiben in Plastik verschweißt – als wäre es noch nicht schlimm genug, dass es nur Einwegkäseverpackungen, wie man sie aus Hotels kennt, gibt. Bei einem Abendessen verbraucht man da ganz schnell mehr Plastik, als bei mir in einem ganzen Monat anfällt!

Bei Patient Nummer 2 ist die Sache noch eine Nummer drastischer: Wusstet Ihr, dass wenn man Immunsuppressiva nimmt (das kriegt man nach einer Organspende, aber auch nach einer Knochenmarkstransplantation), man NICHTS essen darf, was nicht in Plastik eingepackt war oder zumindest geschält und gekocht wurde? D.h. alles, was ich gerade in Sachen Plastikvermeidung auf die Beine stelle, wird in so wunderbaren Broschüren, was man in Zukunft alles essen darf und auf gar keinen Fall zu sich nehmen sollte, verteufelt. Plastik ist toll, Papier böse – so sind z.B. Smarties verboten, aber M&Ms erlaubt. Das fühlt sich für mich alles sehr, sehr falsch an, aber wie gesagt: Wenn die Ärzte an der Uniklinik sagen, dass das gut so ist, dann nehme ich das mal so hin.

Ich hab gestern eine neue Website für mich entdeckt, als ich mich mal wieder auf die Suche nach Haarseifen und Deos ohne Plastikverpackung gemacht habe: Monomeer. Nachdem ich bei den Wolkenseifen leider ein bisschen reingefallen bin – der Shampoobar war noch mal extra in Plastik eingeschweißt und die Deocreme kam leider, leider nicht in einer Aludose, wie ich irrtümlicherweise angenommen habe, was aber mein Fehler war: In den FAQs stand das tatsächlich drin – gebe ich dem Ganzen noch eine zweite Chance und habe da diese Denttabs bestellt. Bin total gespannt, ob das was kann. Ich hatte ja das Problem, dass ich gerne ein Produkt haben wollte, in dem Fluorid drin war, weil meine Freundin, die Zahnarzthelferin ist, mir ja immer gesagt hat, dass das wichtig ist. Bei den Denttabs gibt es die Variante mit und die ohne, also kann ich das mal ausgiebig testen, auch wenn das kein ganz billiges Vergnügen ist. Auch nicht ganz billig ist die Zahnseide, aber die Verpackung und das Produkt selbst haben mir gefallen und ich hab das Geld investiert. Und beim nächsten Bedarf (ich hab ja erst einmal Deocreme) möchte ich auch noch das Deo testen. Was mir an der Website sehr gefällt, ist die Tatsache, dass dort auch aufgeführt wird, in welcher Verpackung sie liefern – ABER auch, in welcher Verpackung ihre Lieferanten sie beliefern. Das nenne ich maximale Transparenz. Toll fand ich auf der Website auch in der Sektion “Büro” den Tacker, Locher und Tesafilmabroller. Ich bin versucht, die mal zu bestellen… Aber vielleicht erst später, hier im Büro landet zu viel ganz schnell bei Kollegen auf den Schreibtischen 😉

PS: Da ist man mal ein paar Monate nicht hier und steigt nicht mehr durch bei WordPress. Wo sind Eure Posts?!? *such*

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Kleine Erfolgserlebnisse und 1,5 Rückschläge

Ich hab mir und Euch ja ein paar Tage Ruhe gegönnt, aber ich dachte mir, ich erzähle mal so, wie es mir die Tage nach dem plastikfreien Juli ergangen ist. Es war gar nicht so schwer, genauso weiterzumachen wie bisher, aber ich muss sagen, ich habe einen Artikel gekauft, den ich mir normalerweise, wenn ich konsequent gewesen wäre, nicht zugelegt hätte: Ein Stempelset von Tchibo. Die Umverpackung war aus Pappe, aber der innere Kasten aus Kunststoff – die Stempel wiederum sind aber aus Holz und Gummi, also ganz klassisch.  Warum ich mir das zugelegt habe? Ich habe beschlossen, in Zukunft mein eigenes Geschenkpapier zu machen, weil mir dieses beschichtete Papier zum einen nicht ganz geheuer ist und ich es zum anderen nett finde, andere mit selbstgestalteten Sachen zu beglücken. So kann ich dann mit Recyclingpapier und den Stempeln was Nettes zaubern. Ich muss allerdings gestehen, dass das ein kleiner Impulskauf war, ich hätte wahrscheinlich online welche ohne Verpackung bekommen… Aber dann wäre natürlich wiederum Versand angefallen, der die Umwelt zusätzlich belastet. Na ja, da bin ich mal weich geworden.

Die andere Sache, die bei mir zu Buch geschlagen ist, ist die Kölln Müsliverpackung. Nachdem ich den Schütteltest gemacht habe, war ich mir nicht sicher, wie die Innenverpackung aussieht, es klang nach Papier und fühlte sich auch so an. Für alle von Euch, die sich da Hoffnungen gemacht haben:

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Eine klassische Niete…

Nun aber zu den erfreulichen Dingen im Leben: Ich kann wieder Käse essen. Und er schmeckt auch noch himmlisch! Ich hatte ja mit maximal einer Sorte Weichkäse in diesem Laden gerechnet, von dem ich Euch berichtet habe, aber sie haben vier, fünf, sechs verschiedene – ich war im Himmel und habe einen Kräuterkäse mitgenommen, der herrlich nach Knoblauch schmeckt. Die Jungs in dem Laden waren so nett, dass ich da mit Sicherheit wieder einkaufen gehen werde.

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Dann ist mein Telefon angekommen – es braucht keine Batterien UND keinen zusätzlichen Strom über ein Netzteil, ich bin begeistert! Das Kabel muss ich noch irgendwie intelligent verstecken, aber es ist so lang, dass ich quasi in der ganzen Wohnung damit telefonieren kann – wer braucht da noch eine schnurlose Alternative? Das Ding hat einen kleinen Haken: Wählscheiben und digitales Telefonieren gehen nicht so gut zusammen, wenn ich wähle, erkennt meine Box nicht, was ich möchte – weil das Telefon Impulse sendet und die Box aber Töne braucht… D.h. im Klartext, dass ich zwar angerufen werden kann, aber nicht raustelefonieren. Finde ich jetzt nicht so tragisch, inzwischen haben fast alle meine Freunde Flatrates – so wie auch ich – und so lass ich mich dann einfach anrufen. Und wenn ich doch mal unbedingt telefonieren muss, habe ich ja mein Handy. – Außerdem bin ich einfach verliebt in die Optik. Und falls ich es doch irgendwann Leid bin, dass ich nicht raustelefonieren kann, kann ich mir immer noch einen Konverter kaufen, nur der ist dann wieder aus billigem Plastik und braucht Strom, deshalb versuche ich es jetzt erst einmal so.

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Am Wochenende war ich dann noch auf dem Flohmarkt, weil ich die Holzsonnenbrillen-AG erst einmal ad acta gelegt habe. Irgendwie passen die mir alle nicht, wirken klobig und rutschen mir von der Nase (oder sie kosten 150 Euro…). Da ich aber auf gar keinen Fall neuen Plastik produzieren wollte, bin ich ein bisschen durch die Trödelhalle gelaufen – hier in Düsseldorf gibt es einen großen Trödel mit einer Antikhalle. In der Halle sind wirklich nur gebrauchte Gegenstände, drum herum findet man auch die Sachen, die man heutzutage irgendwie überall antrifft: Ramsch, Raubkopien von Markenbrillen und -kleidung, Plastikschrott und Billigware aus Asien. Da hätte ich mir auf gar keinen Fall was gekauft, aber ich bin tatsächlich in der Halle fündig geworden und hab aus Begeisterung zu viel Geld bezahlt, weil ich zu enthusiastisch war, um zu handeln. Egal, hab jetzt eine neue, alte Sonnenbrille, die zwar aus Plastik ist, aber immerhin schon vorher mal in irgendeiner Bilanz aufgetaucht ist. Ist nicht hundertprozentige Zielerreichung, aber irgendwo auf halber Strecke…

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Man nannte sie Puck, die Stubenfliege 😀

Zu guter Letzt: Das saure Sahne Experiment war schon ein bisschen seltsam. Ich konnte mir so schlecht vorstellen, wie es ist, Süße Sahne einfach draußen stehen zu lassen (egal ob mit oder ohne Joghurtkulturen, die Vorstellung war komisch). Ich fand auch, dass es stellenweise seltsam roch, aber ich hab sie zweimal umgerührt, probiert und sie hat wirklich super geschmeckt… Faszinierend.

– Oh, einen hab ich noch vergessen. Hier mein Schriftwechsel mit der Firma, von der ich immer die roten Linsen kaufe. Das ist jetzt auch nur eine halbe Aussage, aber vielleicht kommt da ja noch was. Ansonsten schreibt Ihr denen doch auch noch mal – doppelt und dreifach hält besser 😀

Sehr geehrtes Team von Müllers Mühle,

ich bin im Moment dabei, mein Leben möglichst plastikfrei zu gestalten, da die Vermüllung unserer Meere und die Verendung unserer Meerestiere in den letzten Jahren rasant zugenommen hat. Mit Freude habe ich festgestellt, dass Ihr Couscous in einer einfachen Pappbox verkauft wird ohne zusätzliche überflüssige Umverpackung. Es erschließt sich mir allerdings nicht ganz, warum Sie das bei Ihren Linsen nicht genauso handhaben. Ich bin Teil einer stetig wachsenden Community, die sich sehr darüber freuen würde, Linsen in Zukunft plastikfrei erstehen zu können – möchten Sie nicht mit gutem Beispiel vorausgehen? Wir würden uns sehr darüber freuen.

Mit den besten Grüßen

Und hier die Antwort von heute:

Liebe Frau W.,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Es ist für uns wichtig und wertvoll, von Ihnen – dem Käufer und Konsumenten unserer Produkte – ein Feedback zu erhalten. 

Gerne leiten wir Ihren Vorschlag an die entsprechende Abteilung weiter.

Mit freundlichen Grüßen aus Gelsenkirchen

 

Plastic Free July – Dilemma Bag

Und hier ist er nun, der Moment der Wahrheit. Ich muss sagen, ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, denn für vier Wochen ist das im Vergleich zu früher echt nicht viel. Den Rest des Füllmaterials habe ich direkt wieder auf Reisen geschickt – und eigentlich ist das Früchtemüsli auch noch aus der Zeit vor Juli, das ist nur in dieser Zeit geleert worden.

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Und zum krönenden Abschluss habe ich heute auch noch mein Käseproblem gelöst: Ich habe einen kleinen Bioladen in Düsseldorf gefunden, der von zwei Jungunternehmern Anfang 20 geführt wird, die mir versprochen haben, dass ich bei ihnen Käse in meine Dose bekommen kann. Ich freue mich sehr! Falls Ihr mal in Düsseldorf seid, stattet doch bitte den Naturburschen einen Besuch ab.

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In der Theke leider in Plastik verpackt – ABER abgeschnitten kann ich mein Stück so mitnehmen und darüber freue ich mich ganz besonders.

Tag 30+31: Vorsichtiges Resumee, ein paar Rezepte und: Es ist das Ethanol!

Der letzte Tag des Plastic Free July bricht gerade an und es wird langsam Zeit, Bilanz zu ziehen. Heute Abend gibt es noch ein Foto mit den Sachen aus meiner Dilemma Bag, aber ich kann jetzt schon sagen, dass mir der Monat viel Spaß gemacht und ich sehr viel gelernt habe. Vor allen Dingen habe ich festgestellt, dass ich auf einige Sachen gut verzichten kann, weil ich mir Alternativen zugelegt habe, die es plastikfrei sehr viel einfacher gibt – Brotaufstriche statt Käse, um nur eins von vielen Sachen zu nennen.

Außerdem fange ich gerade erst damit an, Sachen einfach auch mal selbst herzustellen. Die Schlagsahne steht immer noch in der Küche und wird so langsam fest, ob sie schmeckt kann ich gerade noch nicht beurteilen, aber sieht gut aus. Ganz nebenbei entschleunigt man sein Leben auch, wenn man versucht, auf Plastik zu verzichten: Ich muss mich halt jetzt mal zwei Tage gedulden, bis ich die Sahne nutzen kann. Und ich kann nicht mal eben in den nächsten Supermarkt springen, um dort alles zu kaufen, was ich brauche. Diese Planung und die Zeit, die man dafür und für die Herstellung verschiedenster Produkte aufwendet, holt mich nach stressigen Tagen im Büro wunderbar runter. Das hat stellenweise fast schon was Meditatives, wenn man da steht und Wasser in eine Seifenmischung kippt, umrührt, nachkippt, umrührt… Ihr wisst bestimmt, was ich meine. Ein paar weitere Rezepte für eigene Reinigungsmittel etc. habe ich gestern noch hier gefunden – nicht alle Zutaten dafür bekommt man in Deutschland, Borax ist hier z.B. seit einigen Jahren verboten, weil es sowohl im Verdacht steht, Krebs auszulösen, als auch Schäden an ungeborenen Babys zu verursachen. Einige vermuten dahinter einen Schachzug der Pharmaindustrie, aber das vermag ich nicht zu beurteilen.

Ich habe auch gelernt, dass man ab und zu Kompromisse eingehen muss. Und da spreche ich nicht nur vom “grauen Plastikmüll”, sondern auch so etwas wie Spülmittel, das leider nach den Rezepten nicht so funktioniert, wie ich mir das erhofft habe. Um möglichst wenig Müll zu verursachen werde ich mir jetzt einen Kanister bei Memo bestellen. Ich habe gestern die beiden Produktblätter für den Universalreiniger und das Spülmittel verglichen und festgestellt, dass der Unterschied zwischen den beiden Produkten darin besteht, dass das Spülmittel kein Ethanol enthält – das braucht man zum Putzen ja eigentlich auch nicht zwingend, meine Scheiben putze ich z.B. eh nur mit Essigwasser… Überhaupt braucht man ja keinen Allzweckreiniger, wenn man Zitronen- oder Essigessenz und Waschsoda im Haus hat, aber wenn ich dieses Spülmittel schon im Kanister da habe, kann ich auch das verwenden, oder wie seht Ihr das?

Ich werde jetzt nicht mehr jeden Tag bloggen – heute Abend gibt es noch das besagte Dilemmabag-Foto und ab dann gibt es nur noch Posts, wenn ich auch wirklich was zu berichten habe, denn sonst fange ich an, mich furchtbar zu wiederholen und das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Danke, dass Ihr mich alle so toll unterstützt habt, ich werde den Großteil der Sachen, die ich in den letzten vier Wochen in meinen Alltag übernommen habe, auch weiterhin beibehalten, vielleicht sogar alles? Wir werden sehen!

Tag 28+29: Ökokiste, Saure Sahne, Tee und Spüli (mal wieder)

Gestern hatte ich mal wieder nichts zu berichten, ich war nicht einkaufen und bin nach der Arbeit direkt nach Hause gefahren, um eine Serie im Internet zu schauen. Ich habe allerdings den Fehler gemacht, nebenbei nach alten Telefonen mit Wählscheibe zu googeln und direkt bei Ebay zugeschlagen – wenigstens ist es ein gebrauchtes Teil, aber ich hätte lieber lokal was in Düsseldorf gekauft, um den Versand zu sparen. Dafür habe ich bald ein schwarzes Bakelittelefon (ich weiß: Kunststoff… aber extrem lange haltbar und die Akkus für die schnurlose Variante fallen weg), das funktionstüchtig sein soll. Ich freue mich drauf!

Heute kam dann die nächste Ökokiste, wieder mit schön viel grünen Sachen drin und auch der plastikfreie Versand klappt nach wie vor einwandfrei. Das Riesenmonstrum ist eine Gemüsezwiebel, damit kann man jemanden erschlagen. Für mein Rezept diese Woche brauche ich Saure Sahne und werde mich jetzt auch mal daran versuchen, das selbst herzustellen. Das funktioniert fast so wie das Rezept von Zora, allerdings muss man erst die Sahne erhitzen, dann abkühlen lassen und dann die Buttermilch einrühren – bzw. die Kultur. Ich habe mich für Joghurt entschieden, da ich den auch so gerne esse. Ich schau mir das morgen Abend mal an und werde berichten, ob das auch funktioniert hat, bin schon ganz gespannt.

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Dann habe ich eine schlechte Nachricht: Das Spülmittel funktioniert nicht. Ich habe es jetzt ausgiebig getestet und gerade die Sachen mit Glas werden kaum richtig sauber. Warum es beim ersten Mal noch ging und dann nicht mehr, weiß ich leider auch nicht. Vielleicht bestelle ich doch den Kanister bei Memo… Oder Neutralseife für alles im Haushalt? Ich bin mir noch nicht sicher, aber das war eine herbe Enttäuschung. Kann man mit dem Universalreiniger von Memo auch spülen? Oder andersherum mit dem Spüli auch wischen?

Und wo wir schon beim Thema “Enttäuschung” sind: Weiß jemand, ob in deutschen Teebeuteln auch Plastik enthalten ist? Hat das schon mal jemand recherchiert?

Last but not least I would like to welcome my first couple of English readers on this blog. I hope that you manage to understand everything (with the German you’ve learnt or Google Translate), if there is anything you don’t quite manage to translate, just let me know and I’ll explain it to you in English 🙂

Tag 25: Der Spültest

Gestern war es dann so weit, ich habe das neue Spülmittel in einen hübschen Seifenspender umgefüllt, den ich nach der Arbeit gekauft habe – fürs Bad gab es auch noch einen für die neue Flüssigseife, war allerdings gar nicht so einfach, im Sortiment zwei verschiedene plastikarme Alternativen zu finden, das hätte ich nicht gedacht… bei meinen beiden Spendern ist nur die Pumpeinrichtung innen aus Kunststoff – Plastikbilanz des Tages: zwei breite Klebestreifen für das Papier, in das die beiden hübschen Teile eingewickelt wurden, das habe ich zu spät gesehen… Heute konnte man den Unterschied zwischen den beiden Gemischen gut erkennen, das gelbe ist das konventionelle Spülmittel aus dem Supermarkt, das weiße (auf dem noch der schöne Joghurtpapierkleber drauf ist, den ich noch nicht abgeknibbelt habe) ist die Marke Eigenbau.

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Da das Gemisch ziemlich flüssig ist, würde ich Euch raten, auch einen Spender zu nutzen – oder eine leere Spülmittelflasche mit dem normalen Kopf für die Dosierung. Denn ansonsten passiert es leicht, dass man gleich das halbe Glas ins Wasser kippt. Ein Spritzer reicht auch vollkommen. Vor dem Gebrauch noch einmal schütteln, ab ins Wasser und los gehts. Das Mittel schäumt nicht, daran muss man sich sicherlich gewöhnen. Außerdem schimmert das Wasser eher bläulich, das ist auch neu und bei meiner Mischung sieht man auch leichte Flocken von der Seife im Wasser, obwohl das komplett aufgelöst war, als ich es angerührt habe, aber ich denke, das ist auch normal und stört nicht weiter. Das Gefühl an der Haut war gut und der erste Spülgang lief einwandfrei, da gab es nichts zu meckern. Es waren auch ein paar Gläser dabei und auch die sind glänzend sauber geworden. Schauen wir mal, was der Langzeittest sagt.

Ich muss sagen, dass meine Haut hinterher ziemlich trocken war und ich sie eingecremt habe, was mich bei den Inhaltsstoffen jetzt nicht übermäßig wundert, aber für mich persönlich ist das kein Problem, dafür weiß ich, was da an meine Haut kommt… Bin gespannt, ob Ihr ähnliche Erfahrungen macht, wenn Ihr das testet, aber ich bleibe auf jeden Fall erst einmal dabei. Das ist auf Dauer auch viel billiger als normales Spülmittel.

Tag 23: Zwei Antwortmails, die keine Antworten sind

Der heutige Tag war wieder plastikfrei (wenn man vom Geschenk weiter unten absieht, aber das hab ich ja nicht gekauft), Zora hat absolut Recht mit ihrer Aussage, dass es einfacher ist, wenn man normale Tage hat, weil man sich auf die sehr gut einstellen kann – Medikamente musste ich heute nicht kaufen – die werden mir den Strich durch die Rechnung machen, ansonst bin ich diese Woche nämlich echt konsequent.

Allerdings bin ich auf der Suche nach Akkus für mein Telefon verzweifelt: Duracell hat als eine der ganz wenigen Marken eine Pappverpackung für ihre Batterien. Für alle? NEIN, natürlich nicht für die wiederaufladbaren Batterien! Das hat mich bewogen, ihnen eine Mail zu schreiben mit der Frage, warum es denn nicht möglich sei, all ihre Batterien ohne Plastik zu verkaufen – ich hab sie darauf hingewiesen, dass es eine große Community weltweit gebe, die nur darauf warte, plastikfreie Produkte zu kaufen. Die Antwort kam sehr schnell, das muss man ihnen lassen, ich habe keine 12 Stunden darauf gewartet. Allerdings konnte man mir nicht sagen, warum es gerade diese eine Sorte nicht ohne Plastik gibt… Überzeugt Euch selbst:


Liebe Kundin, lieber Kunde,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie machen sich Gedanken um unsere Umwelt? Wir auch!

Unser nachhaltiges Handeln zeigt sich in der Art und Weise, wie wir unsere Produkte herstellen und zu unseren Handelspartnern, bzw. Ihnen – den Konsumenten – bringen. Bei der Herstellung und dem Versand unserer Produkte entstehen Emissionen, Abwasser und Abfall. Diese Umweltbelastungen werden erfasst und kontinuierlich reduziert.

 

Wir bemühen uns, alles in unser Macht Stehende für den Umweltschutz zu tun. Die Kartonverpackung besteht zu 55 % aus recyceltem Material und wir verwenden ausschließlich ungiftige Tinten für den Druck.Das Kunststoffmaterial besteht zu 30 % aus recyceltem Kunststoff. Die Ummantelung unserer Batterien bestehen zu 40 % aus recyceltem Stahl.Unsere Displays und die Umverpackungen, in denen wir unsere Batterien versenden, bestehen zu 100 % aus recyceltem Materialien.Beim Umgang mit Abfällen geht Vermeidung vor Verwertung und vor Beseitigung. Dieser Grundsatz führt dazu, dass viele Werke eine Recyclingquote von über 90 Prozent erreichen, das heißt 90 Prozent aller anfallenden Produktionsabfälle werden wiederverwertet.

P&G investiert ständig in neue Technologien und Produktionsanlagen. Alle Anlagen werden dabei auf dem neuesten technischen Stand gehalten.

Möchten Sie sich weiter über unser umweltpolitisches Engagement informieren? Sehr gern! Schauen Sie bitte auf unsere Homepage:

http://www.procterundgamble.de

Das ist so offensichtlich ein Standardschreiben, dass ich etwas enttäuscht war… Sie haben sich ja nicht mal die Mühe gemacht, mich beim Namen anzusprechen. Ich weiß, dass es bei IKEA normale Batterien ohne Plastikverpackung gibt, aber Akkus habe ich da nicht gefunden. Habt Ihr noch Tipps?
Dann habe ich heute ebenfalls Antwort von Basic bekommen, ob es nicht möglich sei, in Zukunft bei ihnen Käse oder Wurst zu kaufen, ohne dass die Dose ÜBER die Theke geht (ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich weiß, wie problematisch das ist), aber ob es nicht ginge, die Sachen AUF die Theke zu bekommen. Dann hab ich noch gefragt, ob es möglich wäre, Quark, Creme Fraiche oder ähnliche Produkte ins Sortiment aufzunehmen oder im Laden vorzubestellen. Mit der Antwort haben sich die Kollegen etwas mehr Zeit gelassen – ich denke, sie haben da intern ein paar Sachen abgeklärt – dafür war die Antwort persönlich und nicht standardisiert:

vielen Dank für Ihre Email.

Auch wir, als Bio- Supermarkt, mit einem konsequent ökologisch, nachhaltig ausgerichteten Sortiment, sehen die Verwendung von unnötigem Verpackungsmaterial naturgemäß als sehr kritisch an. Daher sind wir immer auf der Suche nach optimalen Verpackungslösungen. Höchste Priorität hat dabei aber immer die Produktsicherheit und -qualität. Daher wird jede Art von Verpackung immer eine Kompromisslösung bleiben.

Gerade im Thekenbereich ist die Hygiene im Umfeld der offenen Lebensmittel entscheidend für die Qualität und Frische der Produkte. Aus diesem Grund haben wir entschieden keine Ware, in von Kunden mitgebrachten Dosen (z.B. Tupperdosen), abzupacken. Wir sehen die Gefahr hierbei mikrobiologische Verunreinigungen in den Thekenbereich zu verschleppen als zu groß an. Deshalb können wir Ihrem Wunsch an dieser Stelle leider nicht nachkommen. Andernfalls würden wir auch Probleme mit der amtlichen Lebensmittelüberwachung riskieren.

Wir hoffen Sie haben Verständnis für unsere Entscheidung und bleiben uns dennoch auch in Zukunft als Kundin erhalten.

Zu ihrer zweiten Frage, weitere Artikel in Glasflaschen evt. bestellen zu können, möchte ich Sie bitten sich direkt an unsere Mitarbeiter/ -innen in der Filiale zu wenden. Diese werden Ihnen sicher weiterhelfen können. Vielen Dank.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Zwei Kundenanfragen, auf die nicht explizit eingegangen wurde – wobei man sagen muss, dass sich BASIC wirklich Mühe gegeben haben, da merkt man direkt, dass das Thema “Nachhaltigkeit” eine große Rolle spielt. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, weil ich mir mehr erhofft hatte.

Aber ein Lichtblick am heutigen Tag: Meine Arbeitskollegin ist echt süß, sie unterstützt mein Vorhaben, wo sie nur kann. Ich hab ihr in den letzten Tagen ein bisschen was abgenommen im Büro und heute stand dann dieses Glas auf dem Tisch. Ich weiß, die Schokolade da drin ist in Plastik eingepackt, aber ich finde, dass die Geste zählt.

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