Tag Archives: plastic free july

Plastic Free July – Dilemma Bag

Und hier ist er nun, der Moment der Wahrheit. Ich muss sagen, ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, denn für vier Wochen ist das im Vergleich zu früher echt nicht viel. Den Rest des Füllmaterials habe ich direkt wieder auf Reisen geschickt – und eigentlich ist das Früchtemüsli auch noch aus der Zeit vor Juli, das ist nur in dieser Zeit geleert worden.

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Und zum krönenden Abschluss habe ich heute auch noch mein Käseproblem gelöst: Ich habe einen kleinen Bioladen in Düsseldorf gefunden, der von zwei Jungunternehmern Anfang 20 geführt wird, die mir versprochen haben, dass ich bei ihnen Käse in meine Dose bekommen kann. Ich freue mich sehr! Falls Ihr mal in Düsseldorf seid, stattet doch bitte den Naturburschen einen Besuch ab.

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In der Theke leider in Plastik verpackt – ABER abgeschnitten kann ich mein Stück so mitnehmen und darüber freue ich mich ganz besonders.

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Tag 28+29: Ökokiste, Saure Sahne, Tee und Spüli (mal wieder)

Gestern hatte ich mal wieder nichts zu berichten, ich war nicht einkaufen und bin nach der Arbeit direkt nach Hause gefahren, um eine Serie im Internet zu schauen. Ich habe allerdings den Fehler gemacht, nebenbei nach alten Telefonen mit Wählscheibe zu googeln und direkt bei Ebay zugeschlagen – wenigstens ist es ein gebrauchtes Teil, aber ich hätte lieber lokal was in Düsseldorf gekauft, um den Versand zu sparen. Dafür habe ich bald ein schwarzes Bakelittelefon (ich weiß: Kunststoff… aber extrem lange haltbar und die Akkus für die schnurlose Variante fallen weg), das funktionstüchtig sein soll. Ich freue mich drauf!

Heute kam dann die nächste Ökokiste, wieder mit schön viel grünen Sachen drin und auch der plastikfreie Versand klappt nach wie vor einwandfrei. Das Riesenmonstrum ist eine Gemüsezwiebel, damit kann man jemanden erschlagen. Für mein Rezept diese Woche brauche ich Saure Sahne und werde mich jetzt auch mal daran versuchen, das selbst herzustellen. Das funktioniert fast so wie das Rezept von Zora, allerdings muss man erst die Sahne erhitzen, dann abkühlen lassen und dann die Buttermilch einrühren – bzw. die Kultur. Ich habe mich für Joghurt entschieden, da ich den auch so gerne esse. Ich schau mir das morgen Abend mal an und werde berichten, ob das auch funktioniert hat, bin schon ganz gespannt.

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Dann habe ich eine schlechte Nachricht: Das Spülmittel funktioniert nicht. Ich habe es jetzt ausgiebig getestet und gerade die Sachen mit Glas werden kaum richtig sauber. Warum es beim ersten Mal noch ging und dann nicht mehr, weiß ich leider auch nicht. Vielleicht bestelle ich doch den Kanister bei Memo… Oder Neutralseife für alles im Haushalt? Ich bin mir noch nicht sicher, aber das war eine herbe Enttäuschung. Kann man mit dem Universalreiniger von Memo auch spülen? Oder andersherum mit dem Spüli auch wischen?

Und wo wir schon beim Thema “Enttäuschung” sind: Weiß jemand, ob in deutschen Teebeuteln auch Plastik enthalten ist? Hat das schon mal jemand recherchiert?

Last but not least I would like to welcome my first couple of English readers on this blog. I hope that you manage to understand everything (with the German you’ve learnt or Google Translate), if there is anything you don’t quite manage to translate, just let me know and I’ll explain it to you in English 🙂

Tag 25: Der Spültest

Gestern war es dann so weit, ich habe das neue Spülmittel in einen hübschen Seifenspender umgefüllt, den ich nach der Arbeit gekauft habe – fürs Bad gab es auch noch einen für die neue Flüssigseife, war allerdings gar nicht so einfach, im Sortiment zwei verschiedene plastikarme Alternativen zu finden, das hätte ich nicht gedacht… bei meinen beiden Spendern ist nur die Pumpeinrichtung innen aus Kunststoff – Plastikbilanz des Tages: zwei breite Klebestreifen für das Papier, in das die beiden hübschen Teile eingewickelt wurden, das habe ich zu spät gesehen… Heute konnte man den Unterschied zwischen den beiden Gemischen gut erkennen, das gelbe ist das konventionelle Spülmittel aus dem Supermarkt, das weiße (auf dem noch der schöne Joghurtpapierkleber drauf ist, den ich noch nicht abgeknibbelt habe) ist die Marke Eigenbau.

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Da das Gemisch ziemlich flüssig ist, würde ich Euch raten, auch einen Spender zu nutzen – oder eine leere Spülmittelflasche mit dem normalen Kopf für die Dosierung. Denn ansonsten passiert es leicht, dass man gleich das halbe Glas ins Wasser kippt. Ein Spritzer reicht auch vollkommen. Vor dem Gebrauch noch einmal schütteln, ab ins Wasser und los gehts. Das Mittel schäumt nicht, daran muss man sich sicherlich gewöhnen. Außerdem schimmert das Wasser eher bläulich, das ist auch neu und bei meiner Mischung sieht man auch leichte Flocken von der Seife im Wasser, obwohl das komplett aufgelöst war, als ich es angerührt habe, aber ich denke, das ist auch normal und stört nicht weiter. Das Gefühl an der Haut war gut und der erste Spülgang lief einwandfrei, da gab es nichts zu meckern. Es waren auch ein paar Gläser dabei und auch die sind glänzend sauber geworden. Schauen wir mal, was der Langzeittest sagt.

Ich muss sagen, dass meine Haut hinterher ziemlich trocken war und ich sie eingecremt habe, was mich bei den Inhaltsstoffen jetzt nicht übermäßig wundert, aber für mich persönlich ist das kein Problem, dafür weiß ich, was da an meine Haut kommt… Bin gespannt, ob Ihr ähnliche Erfahrungen macht, wenn Ihr das testet, aber ich bleibe auf jeden Fall erst einmal dabei. Das ist auf Dauer auch viel billiger als normales Spülmittel.

Tag 24: Plastikfrei(er)es Büro und Flüssigseife/Spüli

Heute hab ich mir meinen Schreibtisch im Büro mal bei einem längeren Telefonat länger angeschaut und dabei festgestellt, wie viel Plastik ich da um mich herum versammelt hatte. Schön ist ja, dass wir so tolle Metalltische haben, wenigstens muss ich da keine Plastikoptik ertragen. Ich hab dann angefangen, die ganzen Filzstifte und Eddings von meinem Platz zu verbannen (gerade Eddings brauchen wir leider für die Autogrammpost auch weiterhin, das geht nicht anders, aber für den täglichen Gebrauch sind sie wirklich nicht nötig…). Meinen Kugelschreiber habe ich durch einen Bleistift ersetzt, meine zwei Marker durch Buntstifte in rot und gelb und am meisten angetan bin ich von dem alten Tacker, den ich noch im Schrank gefunden habe – der war zwar komplett dahin, weil sich Klammern irgendwie verhakt hatten – ich weiß auch nicht, was das für eine Unsitte ist, kaputte Sachen wieder in den Büromaterialschrank zurückzulegen, aber das ist ein ganz anderes Thema – aber irgendwie hab ich nach einigem Basteln das  gute Stück doch noch retten können. Die Variante links habe ich jetzt vom Schreibtisch entfernt.

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Die einzigen beiden Stifte, die noch aus Plastik sind, sind ein Stabilo, den ich brauche, um unser Fahrtenbuch zu führen – Behörden finden Bleistifte eher ungeil und einen Füller habe ich (noch) nicht – und einen CD-Schreiber, den ich für meinen Job auch regelmäßig brauche.

Nach der Arbeit bin ich auf dem Weg in den Basic erst einmal in das abendliche Sommergewitter gekommen, was ich aber irgendwie gut fand, weil es den ganzen Tag so warm war – das war eine willkommene Abkühlung. Dort hab ich dann Kernseife gekauft, im Real auf dem Heimweg noch eine große Packung Kaisernatron (wobei ich echt nicht verstehe, warum in der Pappumverpackung weitere Papierverpackungen sind, ich dachte, das wäre ähnlich wie Salz von der Handhabung her. Schade!) und dann habe ich zuhause zuerst die Flüssigseife ausprobiert aus der Rezeptesammlung, die ich vor ein paar Tagen gepostet habe. Das ging total einfach, ich hab die Kernseife kleingeraspelt, 2,5 Liter heißes Wasser draufgekippt, 20 Tropfen ätherisches Öl rein (Zitrone) umgerührt mit dem Schneebesen und nach einer Stunde war alles aufgelöst und kühl genug zum Umfüllen in die beiden Waschmittelpackungen, die ich aus dem Müll gerettet hab. Davon hab ich dann 45ml mit 250 ml Wasser (warm, nicht kochend) und einem halben Teelöffel Natron vermischt und in ein Joghurtglas gefüllt, weil ich momentan noch keinen Seifenspender aus Glas oder Edelstahl habe, das wird mein neues Spülmittel. Mal sehen, ob das was kann oder ob es für die fettigen Sachen nicht reicht. Ich hab noch einen Rest von meinem anderen Zeug, das habe ich auch in ein Glas gefüllt und werde das als Reserve behalten für besonders hartnäckige Fälle. Meine Frage an Euch: Ganz ähnlich sieht ein Waschmittelrezept aus, das ich auf mehreren Websites und auch in der Rezeptesammlung gefunden habe:

– 15 gr Seife reiben
– 340 ml Wasser kochen lassen
– Die geriebene Seife in eine Schüssel geben, das heiße Wasser darüber gießen, dann 2 EL Kristall Soda dazu und alles mit dem Schneebesen umrühren
– 1 Stunde in Ruhe lassen
– 340 ml Wasser kochen lassen, dann im Schüssel gießen und wieder mal umrühren. Wenn eine kleine Prise Duft erwünscht ist, 10 Tropfen von einem ätherischen Öl dazugeben
– alles wird bald fest. Am nächsten Tag wieder mal 340 ml Wasser kochen lassen und wieder in die Schüssel gießen und mit dem Schneebesen umrühren.
– Das selbstgemachte Waschmittel mithilfe eines Trichters in die Flasche füllen.

Habt Ihr das schon mal ausprobiert? Ich habe bis auf das Kristallsoda alles da, aber unsere Maschine im Haus ist halt eine Gemeinschaftsmaschine und ich bin mir nicht sicher, wie gut oder schlecht das für die Geräte ist. Gibt es da Langzeiterfahrungen von Euch, auch was die Reinigung und die Pflege der Kleidung angeht? Sonst kaufe ich mir einfach ein Waschpulver in einem Pappkarton, das ginge natürlich auch jederzeit.

PS:


Dumme Menschen, dicke Blagen
Jeden Tag nur Müll im Magen
Plastikfraß und Trash-Chemie
Antibiotika im Vieh

Ohoho – die Welt ist voller Scheißefresser
Ohoho – und dahinter steckt System
Ohoho – an Billigmüll verdient sich’s besser
Ohoho – ich kann es nicht mehr sehn

Tag 23: Zwei Antwortmails, die keine Antworten sind

Der heutige Tag war wieder plastikfrei (wenn man vom Geschenk weiter unten absieht, aber das hab ich ja nicht gekauft), Zora hat absolut Recht mit ihrer Aussage, dass es einfacher ist, wenn man normale Tage hat, weil man sich auf die sehr gut einstellen kann – Medikamente musste ich heute nicht kaufen – die werden mir den Strich durch die Rechnung machen, ansonst bin ich diese Woche nämlich echt konsequent.

Allerdings bin ich auf der Suche nach Akkus für mein Telefon verzweifelt: Duracell hat als eine der ganz wenigen Marken eine Pappverpackung für ihre Batterien. Für alle? NEIN, natürlich nicht für die wiederaufladbaren Batterien! Das hat mich bewogen, ihnen eine Mail zu schreiben mit der Frage, warum es denn nicht möglich sei, all ihre Batterien ohne Plastik zu verkaufen – ich hab sie darauf hingewiesen, dass es eine große Community weltweit gebe, die nur darauf warte, plastikfreie Produkte zu kaufen. Die Antwort kam sehr schnell, das muss man ihnen lassen, ich habe keine 12 Stunden darauf gewartet. Allerdings konnte man mir nicht sagen, warum es gerade diese eine Sorte nicht ohne Plastik gibt… Überzeugt Euch selbst:


Liebe Kundin, lieber Kunde,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie machen sich Gedanken um unsere Umwelt? Wir auch!

Unser nachhaltiges Handeln zeigt sich in der Art und Weise, wie wir unsere Produkte herstellen und zu unseren Handelspartnern, bzw. Ihnen – den Konsumenten – bringen. Bei der Herstellung und dem Versand unserer Produkte entstehen Emissionen, Abwasser und Abfall. Diese Umweltbelastungen werden erfasst und kontinuierlich reduziert.

 

Wir bemühen uns, alles in unser Macht Stehende für den Umweltschutz zu tun. Die Kartonverpackung besteht zu 55 % aus recyceltem Material und wir verwenden ausschließlich ungiftige Tinten für den Druck.Das Kunststoffmaterial besteht zu 30 % aus recyceltem Kunststoff. Die Ummantelung unserer Batterien bestehen zu 40 % aus recyceltem Stahl.Unsere Displays und die Umverpackungen, in denen wir unsere Batterien versenden, bestehen zu 100 % aus recyceltem Materialien.Beim Umgang mit Abfällen geht Vermeidung vor Verwertung und vor Beseitigung. Dieser Grundsatz führt dazu, dass viele Werke eine Recyclingquote von über 90 Prozent erreichen, das heißt 90 Prozent aller anfallenden Produktionsabfälle werden wiederverwertet.

P&G investiert ständig in neue Technologien und Produktionsanlagen. Alle Anlagen werden dabei auf dem neuesten technischen Stand gehalten.

Möchten Sie sich weiter über unser umweltpolitisches Engagement informieren? Sehr gern! Schauen Sie bitte auf unsere Homepage:

http://www.procterundgamble.de

Das ist so offensichtlich ein Standardschreiben, dass ich etwas enttäuscht war… Sie haben sich ja nicht mal die Mühe gemacht, mich beim Namen anzusprechen. Ich weiß, dass es bei IKEA normale Batterien ohne Plastikverpackung gibt, aber Akkus habe ich da nicht gefunden. Habt Ihr noch Tipps?
Dann habe ich heute ebenfalls Antwort von Basic bekommen, ob es nicht möglich sei, in Zukunft bei ihnen Käse oder Wurst zu kaufen, ohne dass die Dose ÜBER die Theke geht (ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich weiß, wie problematisch das ist), aber ob es nicht ginge, die Sachen AUF die Theke zu bekommen. Dann hab ich noch gefragt, ob es möglich wäre, Quark, Creme Fraiche oder ähnliche Produkte ins Sortiment aufzunehmen oder im Laden vorzubestellen. Mit der Antwort haben sich die Kollegen etwas mehr Zeit gelassen – ich denke, sie haben da intern ein paar Sachen abgeklärt – dafür war die Antwort persönlich und nicht standardisiert:

vielen Dank für Ihre Email.

Auch wir, als Bio- Supermarkt, mit einem konsequent ökologisch, nachhaltig ausgerichteten Sortiment, sehen die Verwendung von unnötigem Verpackungsmaterial naturgemäß als sehr kritisch an. Daher sind wir immer auf der Suche nach optimalen Verpackungslösungen. Höchste Priorität hat dabei aber immer die Produktsicherheit und -qualität. Daher wird jede Art von Verpackung immer eine Kompromisslösung bleiben.

Gerade im Thekenbereich ist die Hygiene im Umfeld der offenen Lebensmittel entscheidend für die Qualität und Frische der Produkte. Aus diesem Grund haben wir entschieden keine Ware, in von Kunden mitgebrachten Dosen (z.B. Tupperdosen), abzupacken. Wir sehen die Gefahr hierbei mikrobiologische Verunreinigungen in den Thekenbereich zu verschleppen als zu groß an. Deshalb können wir Ihrem Wunsch an dieser Stelle leider nicht nachkommen. Andernfalls würden wir auch Probleme mit der amtlichen Lebensmittelüberwachung riskieren.

Wir hoffen Sie haben Verständnis für unsere Entscheidung und bleiben uns dennoch auch in Zukunft als Kundin erhalten.

Zu ihrer zweiten Frage, weitere Artikel in Glasflaschen evt. bestellen zu können, möchte ich Sie bitten sich direkt an unsere Mitarbeiter/ -innen in der Filiale zu wenden. Diese werden Ihnen sicher weiterhelfen können. Vielen Dank.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Zwei Kundenanfragen, auf die nicht explizit eingegangen wurde – wobei man sagen muss, dass sich BASIC wirklich Mühe gegeben haben, da merkt man direkt, dass das Thema “Nachhaltigkeit” eine große Rolle spielt. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, weil ich mir mehr erhofft hatte.

Aber ein Lichtblick am heutigen Tag: Meine Arbeitskollegin ist echt süß, sie unterstützt mein Vorhaben, wo sie nur kann. Ich hab ihr in den letzten Tagen ein bisschen was abgenommen im Büro und heute stand dann dieses Glas auf dem Tisch. Ich weiß, die Schokolade da drin ist in Plastik eingepackt, aber ich finde, dass die Geste zählt.

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Tag 22: Klean Kanteen ist sturzsicher…

Heute gibt es nur einen kurzen Post von mir, weil ich nicht viel zu berichten hab. Ich war den ganzen Tag so schlapp, dass ich kaum gegessen habe – ich befürchte, ich habe mir irgendeinen Magen Darm Infekt eingefangen oder so – und die Medikamente, die ich gekauft habe, waren natürlich auch in Plastik verpackt, wie immer… Aber so ganz ohne konnte ich heute nicht arbeiten, sonst wäre ich nach einer Stunde wieder nach Hause gefahren…

Dann hab ich gerade auf dem Heimweg noch einen astreinen Sturz hingelegt – eine Mischung aus Stunt und Slapstick, ich bin über meine langen Hosenbeine gestolpert und habe mich ungelogen der Länge nach hingelegt und mir das Knie aufgeschlagen und zu allem Überfluss auch noch die Hälfte meines Gemüses zerdeppert… Die Klean Kanteen ist im hohen Bogen aus meinem Rucksackgetränkehalter über meinen Kopf geflogen und die Straße hinuntergerollt und was soll ich sagen: Nicht eine Macke dran. UND nicht ausgelaufen. Also wenn das mal kein Qualitätsmerkmal ist…

Mehr habe ich nicht zu erzählen, gestern hab ich eine W wie Wissen Sendung über das Thema “Müll” geschaut, die ich empfehlen kann und ich gehe jetzt eine Runde meine Wunden lecken 😉 Gute Nacht!

Tag 17: Sonnenöl im Praxistest, das Problem mit der Zahncreme und “Einkauf Aktuell”

 

 

 

Wer hätte das gedacht? Ich konnte das Sonnenöl in diesem Jahr doch noch mal testen! Der Wetterbericht war verheißungsvoll, also habe ich heute Morgen nach dem Duschen mal den Praxistest mit dem Sonnenöl gewagt. Zunächst einmal: Die Sprühflasche funktioniert nur sehr eingeschränkt, der Sprühkopf ist zu fein, ich hab ihn dann doch abgeschraubt und das Öl so aufgetragen. Es fühlte sich ein bisschen an, als würde man Selbstbräuner nutzen, weil das Zeug doch sehr färbt – man bekommt einen gelblich-orangen Teint, fand ich anfangs eher unangenehm, aber es ist niemandem auf der Arbeit großartig aufgefallen – wahrscheinlich, weil sie nicht den direkten Vorher-Nachher-Vergleich hatten. Was ich aber nicht bedacht habe: Ich hätte die Haare vorher zu einem Pferdeschwanz binden sollen, bevor ich mich einöle, denn ich hatte eine leichte Kurt Cobain Optik an mir – mein Kollege nannte es spackig… Nun gut, die Haare waren in den letzten Tagen eh relativ trocken, so haben sie quasi eine Gratiskur bekommen, aber für morgen werde ich das anders probieren… Hier der Fotobeweis:

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Die gute Nachricht: Ich habe keinen Sonnenbrand bekommen, war allerdings auch nur in der Mittagspause für ne Weile draußen und heute Abend bei meiner Freundin auf ihrem Schattenbalkon. Am Wochenende gibt es dann den Härtetest, da werde ich sicherlich ein paar Stunden länger draußen verbringen können.

Als ich so mit meiner Freundin auf dem Balkon saß, haben wir auch über die verschiedenen Zahnpflegemöglichkeiten gesprochen. Ihr Verdikt: Kann man alles machen – obwohl Salz ihrer Meinung nach zu abrasiv ist, das kann den Zahnschmelz angreifen. Zahnfleischprobleme, wie manche hier sie von den Lushprodukten bekommen haben, sind aber eher ein Zeichen von der falschen mechanischen Technik beim Putzen. Sie sagt aber auch, dass die Mittelchen alle theoretisch weggelassen werden können und man nur mit Wasser putzen kann, wenn man die richtige Technik drauf hat, weil all diese Mittel den Zähnen zwar keinen Schaden zu fügen, aber auch nichts dafür tun, um den Zahnschmelz zu erhalten. Dafür braucht mal Fluorid. Von Cremes ohne (z.B. Weleda) hält sie gar nichts. Ihr Alternativvorschlag: Die Woche über mit Wasser oder Hilfsmittelchen putzen und dafür aber einmal die Woche Elmex Gelee nehmen, um den Fluorgehalt zu liefern. Ich muss mal eine Weile zu diesem Thema recherchieren…

Last but not least ist mir heute Plastik ins Haus geflattert, das ich gar nicht so auf dem Zettel hatte und mich deshalb besonders nervt: Diese blöde “Einkauf Aktuell”. Ich habe jetzt mal einen Zettel für den Briefkasten gemacht und hoffe, dass mein Wunsch akzeptiert wird:

 

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Die Fakten, die ich auf meinem Blatt angeführt habe:

Jeden Samstag bekommen laut der Informationsseite der Deutschen Post AG (Link) 20,77 Millionen Haushalte eine Ausgabe von “Einkauf Aktuell”. Dieses Geheft bestehend aus einer TV-Zeitschrift und weiteren Werbeprospekten wird in einer Plastiktüte eingepackt verschickt. Dass es sich hier um eine massive Verschmutzung der Umwelt handelt, ist offensichtlich.

Deshalb fordere ich die Deutsche Post AG auf, die “EinkaufAktuell” künftig ohne Plastikfolie zu verteilen.

Um es mal anschaulich zu machen: Jede Woche werden in Deutschland bis zu 20 Millionen Bündel Papier farbig bedruckt, in Folie eingeschweißt und zum „Kunden” transportiert. (Was das allein an Papier, Farbe und Kraftstoff verbraucht). Das sindpro Jahr über 1.000.000.000 – EINE MILLIARDE – UNNÖTIGE PLASTIKTÜTEN!

Die Deutsche Umwelthilfe hat für die Umhüllung der Werbeprospekte und TV-Zeitschrift einen Folienverbrauch von etwa 2.886 Tonnen pro Jahr errechnet, was der jährlichen Menge an Kunststoffverpackungen von rund 83.000 Bürgern entspricht. Beim „Kunden” angekommen, wird der Packen meist ungelesen und ohne Trennung der Folie vom Papier in die Papiertonne geworfen. Viele berichten auch von der Zustellung dieses Bündels trotz klarer Aufschrift auf dem Briefkasten gegen den Empfang von „Einkauf Aktuell“.

Diese Fakten habe ich aus einer Petition gegen “Einkauf Aktuell” und ich wäre sehr dankbar, wenn Ihr diese unterstützen könntet.