Plastic Free July – Dilemma Bag

Und hier ist er nun, der Moment der Wahrheit. Ich muss sagen, ich bin schon ein bisschen stolz auf mich, denn für vier Wochen ist das im Vergleich zu früher echt nicht viel. Den Rest des Füllmaterials habe ich direkt wieder auf Reisen geschickt – und eigentlich ist das Früchtemüsli auch noch aus der Zeit vor Juli, das ist nur in dieser Zeit geleert worden.

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Und zum krönenden Abschluss habe ich heute auch noch mein Käseproblem gelöst: Ich habe einen kleinen Bioladen in Düsseldorf gefunden, der von zwei Jungunternehmern Anfang 20 geführt wird, die mir versprochen haben, dass ich bei ihnen Käse in meine Dose bekommen kann. Ich freue mich sehr! Falls Ihr mal in Düsseldorf seid, stattet doch bitte den Naturburschen einen Besuch ab.

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In der Theke leider in Plastik verpackt – ABER abgeschnitten kann ich mein Stück so mitnehmen und darüber freue ich mich ganz besonders.

Tag 30+31: Vorsichtiges Resumee, ein paar Rezepte und: Es ist das Ethanol!

Der letzte Tag des Plastic Free July bricht gerade an und es wird langsam Zeit, Bilanz zu ziehen. Heute Abend gibt es noch ein Foto mit den Sachen aus meiner Dilemma Bag, aber ich kann jetzt schon sagen, dass mir der Monat viel Spaß gemacht und ich sehr viel gelernt habe. Vor allen Dingen habe ich festgestellt, dass ich auf einige Sachen gut verzichten kann, weil ich mir Alternativen zugelegt habe, die es plastikfrei sehr viel einfacher gibt – Brotaufstriche statt Käse, um nur eins von vielen Sachen zu nennen.

Außerdem fange ich gerade erst damit an, Sachen einfach auch mal selbst herzustellen. Die Schlagsahne steht immer noch in der Küche und wird so langsam fest, ob sie schmeckt kann ich gerade noch nicht beurteilen, aber sieht gut aus. Ganz nebenbei entschleunigt man sein Leben auch, wenn man versucht, auf Plastik zu verzichten: Ich muss mich halt jetzt mal zwei Tage gedulden, bis ich die Sahne nutzen kann. Und ich kann nicht mal eben in den nächsten Supermarkt springen, um dort alles zu kaufen, was ich brauche. Diese Planung und die Zeit, die man dafür und für die Herstellung verschiedenster Produkte aufwendet, holt mich nach stressigen Tagen im Büro wunderbar runter. Das hat stellenweise fast schon was Meditatives, wenn man da steht und Wasser in eine Seifenmischung kippt, umrührt, nachkippt, umrührt… Ihr wisst bestimmt, was ich meine. Ein paar weitere Rezepte für eigene Reinigungsmittel etc. habe ich gestern noch hier gefunden – nicht alle Zutaten dafür bekommt man in Deutschland, Borax ist hier z.B. seit einigen Jahren verboten, weil es sowohl im Verdacht steht, Krebs auszulösen, als auch Schäden an ungeborenen Babys zu verursachen. Einige vermuten dahinter einen Schachzug der Pharmaindustrie, aber das vermag ich nicht zu beurteilen.

Ich habe auch gelernt, dass man ab und zu Kompromisse eingehen muss. Und da spreche ich nicht nur vom “grauen Plastikmüll”, sondern auch so etwas wie Spülmittel, das leider nach den Rezepten nicht so funktioniert, wie ich mir das erhofft habe. Um möglichst wenig Müll zu verursachen werde ich mir jetzt einen Kanister bei Memo bestellen. Ich habe gestern die beiden Produktblätter für den Universalreiniger und das Spülmittel verglichen und festgestellt, dass der Unterschied zwischen den beiden Produkten darin besteht, dass das Spülmittel kein Ethanol enthält – das braucht man zum Putzen ja eigentlich auch nicht zwingend, meine Scheiben putze ich z.B. eh nur mit Essigwasser… Überhaupt braucht man ja keinen Allzweckreiniger, wenn man Zitronen- oder Essigessenz und Waschsoda im Haus hat, aber wenn ich dieses Spülmittel schon im Kanister da habe, kann ich auch das verwenden, oder wie seht Ihr das?

Ich werde jetzt nicht mehr jeden Tag bloggen – heute Abend gibt es noch das besagte Dilemmabag-Foto und ab dann gibt es nur noch Posts, wenn ich auch wirklich was zu berichten habe, denn sonst fange ich an, mich furchtbar zu wiederholen und das ist ja auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Danke, dass Ihr mich alle so toll unterstützt habt, ich werde den Großteil der Sachen, die ich in den letzten vier Wochen in meinen Alltag übernommen habe, auch weiterhin beibehalten, vielleicht sogar alles? Wir werden sehen!

Tag 28+29: Ökokiste, Saure Sahne, Tee und Spüli (mal wieder)

Gestern hatte ich mal wieder nichts zu berichten, ich war nicht einkaufen und bin nach der Arbeit direkt nach Hause gefahren, um eine Serie im Internet zu schauen. Ich habe allerdings den Fehler gemacht, nebenbei nach alten Telefonen mit Wählscheibe zu googeln und direkt bei Ebay zugeschlagen – wenigstens ist es ein gebrauchtes Teil, aber ich hätte lieber lokal was in Düsseldorf gekauft, um den Versand zu sparen. Dafür habe ich bald ein schwarzes Bakelittelefon (ich weiß: Kunststoff… aber extrem lange haltbar und die Akkus für die schnurlose Variante fallen weg), das funktionstüchtig sein soll. Ich freue mich drauf!

Heute kam dann die nächste Ökokiste, wieder mit schön viel grünen Sachen drin und auch der plastikfreie Versand klappt nach wie vor einwandfrei. Das Riesenmonstrum ist eine Gemüsezwiebel, damit kann man jemanden erschlagen. Für mein Rezept diese Woche brauche ich Saure Sahne und werde mich jetzt auch mal daran versuchen, das selbst herzustellen. Das funktioniert fast so wie das Rezept von Zora, allerdings muss man erst die Sahne erhitzen, dann abkühlen lassen und dann die Buttermilch einrühren – bzw. die Kultur. Ich habe mich für Joghurt entschieden, da ich den auch so gerne esse. Ich schau mir das morgen Abend mal an und werde berichten, ob das auch funktioniert hat, bin schon ganz gespannt.

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Dann habe ich eine schlechte Nachricht: Das Spülmittel funktioniert nicht. Ich habe es jetzt ausgiebig getestet und gerade die Sachen mit Glas werden kaum richtig sauber. Warum es beim ersten Mal noch ging und dann nicht mehr, weiß ich leider auch nicht. Vielleicht bestelle ich doch den Kanister bei Memo… Oder Neutralseife für alles im Haushalt? Ich bin mir noch nicht sicher, aber das war eine herbe Enttäuschung. Kann man mit dem Universalreiniger von Memo auch spülen? Oder andersherum mit dem Spüli auch wischen?

Und wo wir schon beim Thema “Enttäuschung” sind: Weiß jemand, ob in deutschen Teebeuteln auch Plastik enthalten ist? Hat das schon mal jemand recherchiert?

Last but not least I would like to welcome my first couple of English readers on this blog. I hope that you manage to understand everything (with the German you’ve learnt or Google Translate), if there is anything you don’t quite manage to translate, just let me know and I’ll explain it to you in English 🙂

Tag 26+27: CO 2 Kompensation, Grillparty, Entrümpelungsaktion

Dieses Wochenende war total entspannt und ich habe für den plastikfreien Juli gar nicht so viel beizusteuern für diese beiden Tage – bis auf die Tatsache, dass sich meine Freunde tatsächlich mehr mit dem Thema beschäftigen, als ich eigentlich geahnt oder zu träumen gewagt hatte.

Gestern war ich erst mit meiner ‘Reisefreundin’ (jeder sollte einen Menschen haben, der die gleiche Art zu des Reisens bevorzugt wie man selbst. Es gibt Leute, mit denen kann man nicht verreisen, ohne dass man sich in die Haare kriegt und bei wiederum anderen passt es wie die Faust aufs Auge. Katja ist so jemand von der letzten Kategorie und ich bin sehr dankbar dafür!) im Reisebüro, das für uns die Afrikareise gebucht hat, weil wir uns bedanken wollten. Das ist so ein ganz kleiner Laden, der spezialisiert ist auf Afrikareisen und die Frau, die den Laden führt, ist der Hammer! Sie strahlt so viel Liebe für diesen Kontinent aus, dass man direkt wieder verreisen möchte und ich finde, gerade bei so kleinen Läden sollte man sich auch bedanken, wenn sie einen guten Job gemacht haben.

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Löwen suchen den Schatten in den Bäumen der Serengeti

Ich muss gestehen, dass der größte und schwerwiegendste Posten meiner Klimabilanz auf das Konto von Fernreisen geht. Meine Reise nach England im Herbst mache ich zwar mit der Bahn, aber ich liebe fremde Kulturen und ganz andere Lebensweisen und diese weiten Reisen würden mir sehr, sehr fehlen. Ich habe mich aber in das Thema “CO2 Kompensation” eingelesen und werde in Zukunft zumindest schon mal meine Flüge wieder so ‘neutralisieren’, dass ich für die komplette Strecke Geld hinlegen werde, das in Klimaprojekte geht. Wer sich einen Flug nach Tansania und zurück leisten kann, hat auch die 80, 90 Euro für die Kompensation… Ich weiß, dass die Welt dadurch nicht gerettet wird, aber das ist eines der wenigen Sachen, auf die ich im Moment noch nicht verzichten möchte. Das ist quasi mein Luxus, egal wie asozial das ist… Eine super Seite, um sich mit dieser Kompensation zu beschäftigen, ist Atmosfair. Wir arbeiten mit unserer Firma auch mit denen zusammen, d.h. wenn wir mit unserer Band auf Tour gehen, dann kompensieren wir auch das, denn Bühnenaufbauten, Trucks, Shuttlebusse, Nightliner, Strom in den Hallen – das alles frisst natürlich Unmengen an Ressourcen auf für Kultur und Unterhaltung, die man ‘eigentlich’ nicht braucht. Und wenn man einen Teil zurückgeben und sich das leisten kann, sollte man das auch tun.

Im Anschluss waren wir frühstücken und mein Teebeutel war aus Kunststoff. Das hat mir gar nicht gefallen, beim nächsten Mal werde ich da nur noch Wasser bestellen… Ich wollte das Teil dann eigentlich für die Dilemma Bag mitnehmen, aber das wurde so schnell abgeräumt, dass ich es gar nicht mitbekommen habe. Dafür war dann aber der Grillnachmittag erfolgreicher… Meine Freundin kam vorbei und hat mir eine Flasche Wasser aus Glas für die Grillparty mitgebracht, was ich total aufmerksam fand. Vor Ort gab es dann Plastikbesteck und Pappteller und ich hab den Gastgeber gefragt, ob er was dagegen hätte, wenn ich mir anderes Besteck aus der Küche hole und er war total lieb und hatte nichts dagegen. Das Bier vom Fass gab es in Gläsern, das war nett und da ich mich nur am Salat bedient habe, der selbstgemacht war, gab es da auch keinen Müll. Bei der Party habe ich wie schon kurz angerissen festgestellt, dass ich die Leute doch nachdenklich gemacht habe in letzter Zeit – zumindest ein bisschen. Ein Freund von mir meinte nämlich, er wolle jetzt auch auf Seife zum Duschen umsteigen, weil das mit dem Plastikmüll ja nicht unbedingt notwendig sei. Das war mein Erfolgserlebnis des Abends.

Heute hatte ich dann einen Anfall von Entrümpelungswahn, als ich mir meinen Kleiderschrank angeschaut habe. Der fungiert bei mir auch als Abstellkammer, weil ich nur zwei Zimmer habe und im Laufe der Jahre sammelt sich da ja doch so einiges an. Ich habe den ganzen Vormittag damit verbracht, Sachen weg- und auszusortieren und in die Kategorien zu ordnen “ist Müll”, “kommt zur Diakonie” (Kleidung), “kommt in die Givebox” (Kleinkram und einige Kleidung). Bin dann heute Nachmittag mit zwei vollbepackten Fahrradtaschen zur Givebox gefahren und habe dort den ganzen Krempel eingeräumt. “Meine” Givebox haben sie über Nacht angezündet, habe ich gehört 😦 Schweine!!! Aber ich habe mehrere in meiner Gegend, ich hab die zweitnächste genommen, die ziemlich gut besucht wird. Ich mag das Konzept und hoffe, dass sich das deutschlandweit durchsetzt! Und zu meiner Schande musste ich heute sowohl Pflaumen als auch Tomaten wegwerfen, die geschimmelt haben – das Wetter ist nicht gut für meinen Vorratskauf, da muss ich als Single wohl doch irgendwie umdisponieren…

Tag 25: Der Spültest

Gestern war es dann so weit, ich habe das neue Spülmittel in einen hübschen Seifenspender umgefüllt, den ich nach der Arbeit gekauft habe – fürs Bad gab es auch noch einen für die neue Flüssigseife, war allerdings gar nicht so einfach, im Sortiment zwei verschiedene plastikarme Alternativen zu finden, das hätte ich nicht gedacht… bei meinen beiden Spendern ist nur die Pumpeinrichtung innen aus Kunststoff – Plastikbilanz des Tages: zwei breite Klebestreifen für das Papier, in das die beiden hübschen Teile eingewickelt wurden, das habe ich zu spät gesehen… Heute konnte man den Unterschied zwischen den beiden Gemischen gut erkennen, das gelbe ist das konventionelle Spülmittel aus dem Supermarkt, das weiße (auf dem noch der schöne Joghurtpapierkleber drauf ist, den ich noch nicht abgeknibbelt habe) ist die Marke Eigenbau.

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Da das Gemisch ziemlich flüssig ist, würde ich Euch raten, auch einen Spender zu nutzen – oder eine leere Spülmittelflasche mit dem normalen Kopf für die Dosierung. Denn ansonsten passiert es leicht, dass man gleich das halbe Glas ins Wasser kippt. Ein Spritzer reicht auch vollkommen. Vor dem Gebrauch noch einmal schütteln, ab ins Wasser und los gehts. Das Mittel schäumt nicht, daran muss man sich sicherlich gewöhnen. Außerdem schimmert das Wasser eher bläulich, das ist auch neu und bei meiner Mischung sieht man auch leichte Flocken von der Seife im Wasser, obwohl das komplett aufgelöst war, als ich es angerührt habe, aber ich denke, das ist auch normal und stört nicht weiter. Das Gefühl an der Haut war gut und der erste Spülgang lief einwandfrei, da gab es nichts zu meckern. Es waren auch ein paar Gläser dabei und auch die sind glänzend sauber geworden. Schauen wir mal, was der Langzeittest sagt.

Ich muss sagen, dass meine Haut hinterher ziemlich trocken war und ich sie eingecremt habe, was mich bei den Inhaltsstoffen jetzt nicht übermäßig wundert, aber für mich persönlich ist das kein Problem, dafür weiß ich, was da an meine Haut kommt… Bin gespannt, ob Ihr ähnliche Erfahrungen macht, wenn Ihr das testet, aber ich bleibe auf jeden Fall erst einmal dabei. Das ist auf Dauer auch viel billiger als normales Spülmittel.

Tag 24: Plastikfrei(er)es Büro und Flüssigseife/Spüli

Heute hab ich mir meinen Schreibtisch im Büro mal bei einem längeren Telefonat länger angeschaut und dabei festgestellt, wie viel Plastik ich da um mich herum versammelt hatte. Schön ist ja, dass wir so tolle Metalltische haben, wenigstens muss ich da keine Plastikoptik ertragen. Ich hab dann angefangen, die ganzen Filzstifte und Eddings von meinem Platz zu verbannen (gerade Eddings brauchen wir leider für die Autogrammpost auch weiterhin, das geht nicht anders, aber für den täglichen Gebrauch sind sie wirklich nicht nötig…). Meinen Kugelschreiber habe ich durch einen Bleistift ersetzt, meine zwei Marker durch Buntstifte in rot und gelb und am meisten angetan bin ich von dem alten Tacker, den ich noch im Schrank gefunden habe – der war zwar komplett dahin, weil sich Klammern irgendwie verhakt hatten – ich weiß auch nicht, was das für eine Unsitte ist, kaputte Sachen wieder in den Büromaterialschrank zurückzulegen, aber das ist ein ganz anderes Thema – aber irgendwie hab ich nach einigem Basteln das  gute Stück doch noch retten können. Die Variante links habe ich jetzt vom Schreibtisch entfernt.

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Die einzigen beiden Stifte, die noch aus Plastik sind, sind ein Stabilo, den ich brauche, um unser Fahrtenbuch zu führen – Behörden finden Bleistifte eher ungeil und einen Füller habe ich (noch) nicht – und einen CD-Schreiber, den ich für meinen Job auch regelmäßig brauche.

Nach der Arbeit bin ich auf dem Weg in den Basic erst einmal in das abendliche Sommergewitter gekommen, was ich aber irgendwie gut fand, weil es den ganzen Tag so warm war – das war eine willkommene Abkühlung. Dort hab ich dann Kernseife gekauft, im Real auf dem Heimweg noch eine große Packung Kaisernatron (wobei ich echt nicht verstehe, warum in der Pappumverpackung weitere Papierverpackungen sind, ich dachte, das wäre ähnlich wie Salz von der Handhabung her. Schade!) und dann habe ich zuhause zuerst die Flüssigseife ausprobiert aus der Rezeptesammlung, die ich vor ein paar Tagen gepostet habe. Das ging total einfach, ich hab die Kernseife kleingeraspelt, 2,5 Liter heißes Wasser draufgekippt, 20 Tropfen ätherisches Öl rein (Zitrone) umgerührt mit dem Schneebesen und nach einer Stunde war alles aufgelöst und kühl genug zum Umfüllen in die beiden Waschmittelpackungen, die ich aus dem Müll gerettet hab. Davon hab ich dann 45ml mit 250 ml Wasser (warm, nicht kochend) und einem halben Teelöffel Natron vermischt und in ein Joghurtglas gefüllt, weil ich momentan noch keinen Seifenspender aus Glas oder Edelstahl habe, das wird mein neues Spülmittel. Mal sehen, ob das was kann oder ob es für die fettigen Sachen nicht reicht. Ich hab noch einen Rest von meinem anderen Zeug, das habe ich auch in ein Glas gefüllt und werde das als Reserve behalten für besonders hartnäckige Fälle. Meine Frage an Euch: Ganz ähnlich sieht ein Waschmittelrezept aus, das ich auf mehreren Websites und auch in der Rezeptesammlung gefunden habe:

– 15 gr Seife reiben
– 340 ml Wasser kochen lassen
– Die geriebene Seife in eine Schüssel geben, das heiße Wasser darüber gießen, dann 2 EL Kristall Soda dazu und alles mit dem Schneebesen umrühren
– 1 Stunde in Ruhe lassen
– 340 ml Wasser kochen lassen, dann im Schüssel gießen und wieder mal umrühren. Wenn eine kleine Prise Duft erwünscht ist, 10 Tropfen von einem ätherischen Öl dazugeben
– alles wird bald fest. Am nächsten Tag wieder mal 340 ml Wasser kochen lassen und wieder in die Schüssel gießen und mit dem Schneebesen umrühren.
– Das selbstgemachte Waschmittel mithilfe eines Trichters in die Flasche füllen.

Habt Ihr das schon mal ausprobiert? Ich habe bis auf das Kristallsoda alles da, aber unsere Maschine im Haus ist halt eine Gemeinschaftsmaschine und ich bin mir nicht sicher, wie gut oder schlecht das für die Geräte ist. Gibt es da Langzeiterfahrungen von Euch, auch was die Reinigung und die Pflege der Kleidung angeht? Sonst kaufe ich mir einfach ein Waschpulver in einem Pappkarton, das ginge natürlich auch jederzeit.

PS:


Dumme Menschen, dicke Blagen
Jeden Tag nur Müll im Magen
Plastikfraß und Trash-Chemie
Antibiotika im Vieh

Ohoho – die Welt ist voller Scheißefresser
Ohoho – und dahinter steckt System
Ohoho – an Billigmüll verdient sich’s besser
Ohoho – ich kann es nicht mehr sehn

Tag 23: Zwei Antwortmails, die keine Antworten sind

Der heutige Tag war wieder plastikfrei (wenn man vom Geschenk weiter unten absieht, aber das hab ich ja nicht gekauft), Zora hat absolut Recht mit ihrer Aussage, dass es einfacher ist, wenn man normale Tage hat, weil man sich auf die sehr gut einstellen kann – Medikamente musste ich heute nicht kaufen – die werden mir den Strich durch die Rechnung machen, ansonst bin ich diese Woche nämlich echt konsequent.

Allerdings bin ich auf der Suche nach Akkus für mein Telefon verzweifelt: Duracell hat als eine der ganz wenigen Marken eine Pappverpackung für ihre Batterien. Für alle? NEIN, natürlich nicht für die wiederaufladbaren Batterien! Das hat mich bewogen, ihnen eine Mail zu schreiben mit der Frage, warum es denn nicht möglich sei, all ihre Batterien ohne Plastik zu verkaufen – ich hab sie darauf hingewiesen, dass es eine große Community weltweit gebe, die nur darauf warte, plastikfreie Produkte zu kaufen. Die Antwort kam sehr schnell, das muss man ihnen lassen, ich habe keine 12 Stunden darauf gewartet. Allerdings konnte man mir nicht sagen, warum es gerade diese eine Sorte nicht ohne Plastik gibt… Überzeugt Euch selbst:


Liebe Kundin, lieber Kunde,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Sie machen sich Gedanken um unsere Umwelt? Wir auch!

Unser nachhaltiges Handeln zeigt sich in der Art und Weise, wie wir unsere Produkte herstellen und zu unseren Handelspartnern, bzw. Ihnen – den Konsumenten – bringen. Bei der Herstellung und dem Versand unserer Produkte entstehen Emissionen, Abwasser und Abfall. Diese Umweltbelastungen werden erfasst und kontinuierlich reduziert.

 

Wir bemühen uns, alles in unser Macht Stehende für den Umweltschutz zu tun. Die Kartonverpackung besteht zu 55 % aus recyceltem Material und wir verwenden ausschließlich ungiftige Tinten für den Druck.Das Kunststoffmaterial besteht zu 30 % aus recyceltem Kunststoff. Die Ummantelung unserer Batterien bestehen zu 40 % aus recyceltem Stahl.Unsere Displays und die Umverpackungen, in denen wir unsere Batterien versenden, bestehen zu 100 % aus recyceltem Materialien.Beim Umgang mit Abfällen geht Vermeidung vor Verwertung und vor Beseitigung. Dieser Grundsatz führt dazu, dass viele Werke eine Recyclingquote von über 90 Prozent erreichen, das heißt 90 Prozent aller anfallenden Produktionsabfälle werden wiederverwertet.

P&G investiert ständig in neue Technologien und Produktionsanlagen. Alle Anlagen werden dabei auf dem neuesten technischen Stand gehalten.

Möchten Sie sich weiter über unser umweltpolitisches Engagement informieren? Sehr gern! Schauen Sie bitte auf unsere Homepage:

http://www.procterundgamble.de

Das ist so offensichtlich ein Standardschreiben, dass ich etwas enttäuscht war… Sie haben sich ja nicht mal die Mühe gemacht, mich beim Namen anzusprechen. Ich weiß, dass es bei IKEA normale Batterien ohne Plastikverpackung gibt, aber Akkus habe ich da nicht gefunden. Habt Ihr noch Tipps?
Dann habe ich heute ebenfalls Antwort von Basic bekommen, ob es nicht möglich sei, in Zukunft bei ihnen Käse oder Wurst zu kaufen, ohne dass die Dose ÜBER die Theke geht (ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, dass ich weiß, wie problematisch das ist), aber ob es nicht ginge, die Sachen AUF die Theke zu bekommen. Dann hab ich noch gefragt, ob es möglich wäre, Quark, Creme Fraiche oder ähnliche Produkte ins Sortiment aufzunehmen oder im Laden vorzubestellen. Mit der Antwort haben sich die Kollegen etwas mehr Zeit gelassen – ich denke, sie haben da intern ein paar Sachen abgeklärt – dafür war die Antwort persönlich und nicht standardisiert:

vielen Dank für Ihre Email.

Auch wir, als Bio- Supermarkt, mit einem konsequent ökologisch, nachhaltig ausgerichteten Sortiment, sehen die Verwendung von unnötigem Verpackungsmaterial naturgemäß als sehr kritisch an. Daher sind wir immer auf der Suche nach optimalen Verpackungslösungen. Höchste Priorität hat dabei aber immer die Produktsicherheit und -qualität. Daher wird jede Art von Verpackung immer eine Kompromisslösung bleiben.

Gerade im Thekenbereich ist die Hygiene im Umfeld der offenen Lebensmittel entscheidend für die Qualität und Frische der Produkte. Aus diesem Grund haben wir entschieden keine Ware, in von Kunden mitgebrachten Dosen (z.B. Tupperdosen), abzupacken. Wir sehen die Gefahr hierbei mikrobiologische Verunreinigungen in den Thekenbereich zu verschleppen als zu groß an. Deshalb können wir Ihrem Wunsch an dieser Stelle leider nicht nachkommen. Andernfalls würden wir auch Probleme mit der amtlichen Lebensmittelüberwachung riskieren.

Wir hoffen Sie haben Verständnis für unsere Entscheidung und bleiben uns dennoch auch in Zukunft als Kundin erhalten.

Zu ihrer zweiten Frage, weitere Artikel in Glasflaschen evt. bestellen zu können, möchte ich Sie bitten sich direkt an unsere Mitarbeiter/ -innen in der Filiale zu wenden. Diese werden Ihnen sicher weiterhelfen können. Vielen Dank.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Zwei Kundenanfragen, auf die nicht explizit eingegangen wurde – wobei man sagen muss, dass sich BASIC wirklich Mühe gegeben haben, da merkt man direkt, dass das Thema “Nachhaltigkeit” eine große Rolle spielt. Trotzdem bin ich etwas enttäuscht, weil ich mir mehr erhofft hatte.

Aber ein Lichtblick am heutigen Tag: Meine Arbeitskollegin ist echt süß, sie unterstützt mein Vorhaben, wo sie nur kann. Ich hab ihr in den letzten Tagen ein bisschen was abgenommen im Büro und heute stand dann dieses Glas auf dem Tisch. Ich weiß, die Schokolade da drin ist in Plastik eingepackt, aber ich finde, dass die Geste zählt.

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