Tag 3: Biokiste und Lebensmittelverschwendung

Zum plastikfreien Juli habe ich heute tatsächlich fast gar nichts beizutragen, ich bin den kompletten Tag ohne Plastik ausgekommen – beim Bäcker gab es Brötchen in der Papiertüte, auf der Arbeit hab ich den Rest meines Bohneneintopfs von gestern gegessen und mein soeben gekochter Nudelsalat bestand aus Gurken, Tomaten, Paprika und Zwiebel aus der Biokiste vom Lammertzhof. Ich liebe ‘meinen’ Bauern. Letzte Woche hatte er dieses Infoblatt in der Kiste zum Thema “Plastikfreier Einkauf” mit der Option, auf die Tüte in der Kiste zu verzichten. Davon habe ich direkt Gebrauch gemacht und bin sehr glücklich, auch die eine Folie noch loszuwerden – auch wenn ich sie immer mit zurückgegeben habe, aber dann wurde sie wahrscheinlich direkt beim Hof entsorgt, nehme ich an. So fällt der Müll gar nicht erst an. Die Nudeln kamen von Barilla. Das gefällt mir allerdings nicht so sehr, zum einen sind das keine Bionudeln, zum anderen ist der Chef dort ja für seine homophoben Äußerungen bekannt und das unterstütze ich nur sehr ungern. Ich habe aber bislang keine andere Marke gefunden, wo nicht zumindest ein Sichtfenster aus Plastik ist. Und ja, es gibt immer noch die Option, das alles selbst zu machen, aber ich arbeite zu viel, um das regelmäßig zu machen. Für Alternativmarken wäre ich wie immer sehr dankbar. Und die Garnelen haben den Schütteltest bestanden – die sind ja zum Glück oft einfach im Pappkarton verpackt.

Ananaszucht auf Sansibar

Ananaszucht auf Sansibar – ein Jahr Aufzucht pro Frucht für die Tonne?

Eigentlich wollte ich Euch aber hier meine momentane Lieblingsseite vorstellen: Restegourmet. Es ist sehr erschreckend, wie viel jeder Deutsche im Durchschnitt im Jahr so wegwirft, ich habe gelesen, dass wir aktuell bei 82 Kilo pro Kopf sind und dass man die gesamte Welt ernähren könnte, wenn man das umverteilen würde. Wir brauchen also nicht noch mehr Spendengalas, vielmehr sollten wir selber schauen, dass wir nicht aktiv dazu beitragen, dass es so viel ist. Und Restegourmet ist da mein absolutes Lieblingstool,  besonders jetzt, wo ich einige Zutaten, die ich sonst in Plastikverpackung gekauft hätte, evtl. nicht mehr bekomme bzw. bewusst darauf verzichte. Ich kann auf dieser Website angeben, was ich noch zuhause habe, was davon unbedingt drin sein sollte, weil es vielleicht bald schlecht wird (Doppelclick) oder was ich auf gar keinen Fall drin haben möchte, weil ich entweder allergisch darauf reagiere oder aktuell halt weiß, dass ich das ohne Plastik nicht kriegen kann (3x klicken). Die Website spuckt dann die gesammelten Werke von einigen Rezepteseiten aus und bislang war alles, was ich probiert habe, ausnahmslos gut. Man kann sogar noch filtern nach “vegetarisch” oder “vegan”, aber auch nach laktosefreien Produkten und außerdem kann man angeben, wie viele Zutaten man evtl. noch zukaufen möchte. Ich nutze die Seite seit einem halben Jahr und habe seitdem nur noch sehr, sehr wenig wegwerfen müssen und dann meistens nur deshalb, weil ich etwas falsch gelagert habe (Gurke neben Zucchini z.B.).

Auf der Seite Zu gut für die Tonne vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gibt es auch ein paar Rezepte, aber ganz ehrlich: Restegourmet ist so komfortabel, dass ich kaum noch andere Seiten ansteuere. Allerdings findet Ihr bei der Seite vom Bundesministerium auch ein paar gute und wichtige Infos zum Thema Lebensmittelverschwendung und Tipps für bessere Lagerung, damit sich alles länger hält – es lohnt sich auf jeden Fall, da mal vorbeizuschauen.

Anspieltipps (Achtung, viele dieser Videos steigern den Blutdruck!!!)

Taste The Waste
Die Essensretter
Essen im Eimer
Die Wegwerfer – Auf der Spur der Lebensmittel-Verschwender
Systematischer Irrsinn – Lebensmittelverschwendung
Ab in die Tonne – Wie wir unsere Lebensmittel verschwenden
Systematischer Irrsinn – Essen im Wandel

 

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7 thoughts on “Tag 3: Biokiste und Lebensmittelverschwendung

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo!

    Ich habe viel über Chefkoch gearbeitet, da kann ich auch sehr gut eingeben, was ich gerade zu Hause habe und nach der Suche werden eine Menge Rezepte angezeigt. Diese kann ich noch weiter filtern und habe auch noch eine Bewertung dabei. Außerdem gibt es ein Forum “Resteverwertung” in dem ich auch noch gute Tipps bekommen kann.

    Seit ganz vielen Jahren habe ich keine Lebensmittelabfälle (außer den Schälabfällen) mehr, weil ich immer alles verbrauche. Und ich habe durch die Seite ganz viele super gute Rezepte kennen gelernt, die ich immer wieder gerne mache.

    Danke für die Videotipps!

    lg
    Maria

    Reply
    1. crystalsmile Post author

      Das Forum werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen! Ich bin immer für Linktipps dankbar, weil ich oft strande und aufgrund der vielen Arbeit dann hängenbleibe, da wird man in dem Forum sicherlich schneller fündig, als wenn man wie wild das Internet abgrasen muss 🙂

      Reply
  2. Pingback: plastic free july – Zwischenbericht #1 | widerstandistzweckmaessig

  3. katjamant

    Danke für den linktip für Resteverwertung. Und super das deine biokiste so aufmerksam ist. Die REWE Eigenmarke nudeln gab es auch im Karton . Weiß aber nicht, ob es die noch gibt. Am allerleckersten und auch nur in Papier verpackt ist die pasta von fattoria la vialla.

    Reply
  4. Jess

    Ich freu mich richtig einen Plastikfrei-Blog aus Düsseldorf gefunden zu haben. Dachte bisher, die gibt’s nur in Österreich od. Süddeutschland. (Wobei ich begeistert von widerstandistzweckmässig bin)
    Ich hatte mich auch immer über die Plastiktüte in der Kiste vom Lammertzhof geärgert und bin froh, dass ich die nun weglassen kann.
    Samstag mein erstes Erfolgserlebnis bei “denn’s” in Meerbusch: Käse in meine Edelstahldose bekommen 🙂

    Reply
    1. crystalsmile Post author

      Oh sehr toll!!! Dann können wir uns gegenseitig Tipps geben, wo es Artikel vor Ort gibt. Ich war letzte Woche auf dem Carlsplatz, aber das ist ja doch eher die Apotheke unter den Wochenmärkten – da weiß ich allerdings auch direkt, wo es Bioprodukte gibt. Vielleicht fahre ich einfach mal nach Meerbusch – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist das dann ja auch klimaneutral 😉

      Reply

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